Was bedeutet das für die Umwelt, für die Bilanz, für 2030?
Das Thema »Kühlung« wird für Unternehmen immer wichtiger. Nicht nur, weil Hallen, Lager und Arbeitsbereiche im Sommer stark aufheizen. Auch Energieverbrauch, CO₂-Bilanz, ESG-Ziele und gesetzliche Vorgaben rund um fluorierte Treibhausgase rücken stärker in den Fokus.
Konventionelle Klimaanlagen arbeiten meist mit Kältemitteln. Viele dieser Stoffe haben ein hohes Treibhauspotenzial und unterliegen der EU-F-Gase-Verordnung. Diese Verordnung regelt unter anderem den Umgang mit fluorierten Treibhausgasen, Prüfpflichten, Wartung, Rückgewinnung, Inverkehrbringen und Berichtspflichten. Für Unternehmen bedeutet das: Wer heute in Kühlung investiert, sollte nicht nur die Anschaffung betrachten, sondern auch Energiebedarf, Wartung, Regulierung und Zukunftsfähigkeit.
Verdunstungskühlung arbeitet anders. ecoBreezer® nutzen z. B. das Prinzip der Verdunstungskühlung. Das Kühlmedium ist Wasser – kein klassisches Kältemittel, kein F-Gas, kein Kältemittelkreislauf. Dadurch entstehen keine F-Gas-bedingten Leckage-Risiken, keine F-Gas-bedingten Dichtheitsprüfungen und keine spätere Kältemittelentsorgung.
Gerade für Unternehmen, die nachhaltiger kühlen möchten, ist das ein richtig gutes Argument: Verdunstungskühler senken die Temperatur dort, wo Menschen arbeiten, Waren gelagert oder Prozesse belastet werden – mobil, flexibel und mit deutlich geringerem Energiebedarf als viele klassische Klimatisierungslösungen.
Die F-Gase-Verordnung für Betriebe
Die EU-F-Gase-Verordnung 2024/573 ist seit März 2024 in Kraft und verschärft den Umgang mit fluorierten Treibhausgasen. Sie betrifft unter anderem Kälteanlagen, Klimaanlagen und Wärmepumpen, die fluorierte Treibhausgase enthalten oder für ihre Funktion benötigen.
⌾ Ab 2030: Verbot von F-Gasen mit GWP über 150 in neuen stationären Kälteanlagen. Das betrifft das weit verbreitete R410A (GWP 2.088) unmittelbar.
⌾ Ab 2032: Einschränkungen auch für den Servicebereich. Kältemittel mit hohem GWP dürfen nicht mehr zur Wartung bestehender Anlagen eingesetzt werden.
⌾ Prüfpflichten bereits heute: Anlagen ab einer bestimmten Füllmenge unterliegen schon jetzt regelmäßigen Dichtheitskontrollen durch zertifizierte Fachbetriebe, unabhängig davon, ob die Anlage läuft oder stillsteht.
⌾ Dokumentationspflicht: Leckagen müssen gemeldet und dokumentiert werden. Ein unkontrollierter Kältemittelverlust kann die CO₂-Bilanz eines Betriebs für ein ganzes Jahr zunichtemachen.
ecoBreezer® sind von diesen F-Gas-spezifischen Anforderungen nicht betroffen, da die Geräte keine fluorierten Kältemittel nutzen. Sie kühlen mit Wasser und über Verdunstung. Das macht den Einsatz einfacher planbar – besonders für Betriebe, die regulatorische Risiken reduzieren und ihre Kühlung zukunftsfähiger aufstellen möchten.
Nachhaltige Kühlung beginnt nicht erst beim CO₂-Rechner
Nachhaltige Kühlung beginnt eigentlich bei der Frage, welche Technologie überhaupt notwendig ist. Muss eine ganze Halle vollflächig klimatisiert werden? Oder reicht es, die belasteten Arbeitsbereiche gezielt zu kühlen?
Verdunstungskühler werden mobil dort eingesetzt, wo Kühlung gebraucht wird: Montageplätzen, Kommissionierbereichen, Packstationen, Rampen, Werkstattzonen oder Eventflächen. So muss nicht immer das gesamte Hallenvolumen gekühlt werden. Das spart Energie, reduziert technische Komplexität und verbessert die Arbeitsbedingungen dort, wo Hitze tatsächlich wirkt.
Für ESG, Nachhaltigkeitsberichte oder Umweltmanagementsysteme ist das relevant, da Energieverbrauch und indirekte Emissionen aus eingekauftem Strom in der CO₂-Bilanz sichtbar werden. Je weniger Strom eine Kühlung benötigt, desto geringer fallen die Scope-2-Emissionen aus. Der aktuelle UBA-Wert für den deutschen Strommix liegt für 2025 bei 344 g CO₂ pro kWh.
CO₂-Ausstoß im Betrieb: eine einfache Beispielrechnung
Berechnungsfaktor: Stromverbrauch × Betriebsstunden × CO₂-Faktor des Strommix
👉 Ein ecoBreezer® 500M verbraucht 1,1 kW. Bei einem Emissionsfaktor von 344 g CO₂/kWh ergibt sich:
1,1 kW × 344 g CO₂/kWh = ca. 0,38 kg CO₂ pro Betriebsstunde
👉 Bei 8 Betriebsstunden täglich und 90 Betriebstagen pro Sommersaison entspricht das:
1,1 kW × 8 h × 90 Tage × 344 g CO₂/kWh = ca. 272 kg CO₂ pro Saison und Gerät
Zum Vergleich:
👉 Eine Klimaanlage mit 5 kW Leistungsaufnahme verursacht im gleichen Zeitraum rund:
5 kW × 8 h × 90 Tage × 344 g CO₂/kWh = ca. 1.238 kg CO₂ pro Saison
Die Beispielrechnung zeigt, warum sich ein genauer Blick lohnt: Wer Arbeitsbereiche gezielt statt ganze Hallenvolumen kühlt, kann Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß deutlich reduzieren. Welche Einsparung in Ihrem Betrieb möglich ist, lässt sich anhand von Fläche, Laufzeit und Einsatzbedingungen konkret berechnen.
Relevanz für ESG, CSRD und CO₂-Bilanz
Kühlung wird für viele Unternehmen bereits jetzt Teil ihrer Nachhaltigkeitsstrategie – spätestens dann, wenn Energieverbrauch, CO₂-Ausstoß, Scope-2-Emissionen und regulatorische Risiken im ESG-Bericht sichtbar werden.
Konventionelle Klimaanlagen können den Stromverbrauch erheblich erhöhen. Dieser Stromverbrauch fließt direkt in die Scope-2-Bilanz ein. ecoBreezer® arbeiten mit Verdunstungskühlung und benötigt je nach Modell nur rund 0,51 bis 1,1 kW elektrische Leistung. Dadurch lassen sich die Emissionen im Betrieb transparent berechnen und mit anderen Kühloptionen vergleichen.
Auch in der Governance-Perspektive ist der Unterschied relevant. Anlagen mit fluorierten Kältemitteln können von F-Gas-Vorgaben, Dichtheitsprüfungen, Dokumentationspflichten, steigenden Kältemittelpreisen und zukünftigen Einschränkungen betroffen sein. ecoBreezer® nutzen Wasser als Kühlmedium und verzichten auf klassische Kältemittel. Damit entfallen die F-Gas-spezifischen Risiken dieser Technologie.
Für ESG-Verantwortliche, Geschäftsführung und Einkauf ist das ein handfester Vorteil: Weniger Energiebedarf, keine F-Gase, transparente Berechenbarkeit und eine Kühltechnologie, die besser zu langfristigen Nachhaltigkeitszielen passt.
Ein Szenario aus der Praxis
Nachhaltigere Kühlung für eine 1.800 m² Produktionshallele
- Ausgangslage
Ein Produktionsbetrieb mit 1.800 m² Hallenfläche prüft eine Lösung gegen sommerliche Hitze. Eine stationäre Klimatisierung der gesamten Halle wäre technisch möglich, aber mit hohem Energiebedarf, baulichen Eingriffen und einem Kältemittelkreislauf verbunden. - Lösung
Vier ecoBreezer® 300M werden gezielt an Montageinseln, Prüfplätzen und im Verpackungsbereich eingesetzt. Die Geräte arbeiten mit Wasser und Verdunstung, ohne klassische Kältemittel und ohne feste Installation. - Stromkosten ecoBreezer®
Vier ecoBreezer® 300M × 0,96 kW × 8 Stunden × 90 Tage × 0,1612 €/kWh = ca. 445 € pro Saison. - CO₂-Bilanz ecoBreezer®
Bei 344 g CO₂/kWh entstehen ca. 951 kg CO₂ pro Saison. - Vergleich Klimaanlage
Eine stationäre Klimatisierung mit 8 kW Leistungsaufnahme würde bei gleicher Laufzeit ca. 1.981 kg CO₂ pro Saison verursachen. In diesem Beispiel spart die mobile Verdunstungskühlung rund 1.030 kg CO₂ pro Saison. - Entscheidung
Der Betrieb entscheidet sich für gezielte Verdunstungskühlung statt vollflächiger Klimatisierung. Ausschlaggebend sind der geringere Energiebedarf, der Verzicht auf F-Gase, die schnelle Einsatzbereitschaft und die bessere Dokumentierbarkeit für ESG, Umweltmanagement und CO₂-Bilanz.
Kühlung als Teil Ihrer Nachhaltigkeitsstrategie
Die Zahlen auf dieser Seite zeigen das Prinzip. Ob und wie schnell sich Verdunstungskühlung für Ihre konkrete Situation rechnet, hängt von Hallengröße, Nutzungszeiten, Maschinenabwärme und Ihrem Strombezug ab.
Wir rechnen das gerne nach Ihren individuellen Bedarfen durch: Wie viele Geräte, welche Modelle, Kauf oder Miete. Mit konkreten Zahlen für Ihren Betrieb.
FAQs
Verdunstungskühlung benötigt kein klassisches Kältemittel und kommt ohne F-Gase aus. ecoBreezer® nutzen Wasser als Kühlmedium und vermeiden damit F-Gas-bedingte Leckage-Risiken, Prüfpflichten und Kältemittelentsorgung. Zudem ist der Stromverbrauch deutlich geringer: Ein ecoBreezer® 500M verbraucht 1,1 kW. Beim UBA-Emissionsfaktor 2025 von 344 g CO₂/kWh entspricht das ca. 0,38 kg CO₂ pro Betriebsstunde. Eine Klimaanlage mit 5 kW Leistungsaufnahme verursacht im gleichen Zeitraum ca. 1,72 kg CO₂ – also rund das 4,5-Fache.
Die EU-F-Gase-Verordnung 2024/573 verschärft die Regeln für Kälte- und Klimaanlagen mit fluorierten Treibhausgasen. Je nach Anlagentyp und Kältemittel können Prüfpflichten, Wartungsanforderungen, Einschränkungen oder Verbote greifen. Besonders relevant sind Kältemittel mit hohem GWP, etwa R410A. ecoBreezer® nutzt Wasser statt klassischer Kältemittel und ist deshalb von F-Gas-spezifischen Anforderungen nicht betroffen.
Der Wasserverbrauch ist im industriellen Kontext gering. Der ecoBreezer® 500M z. B. fasst 230 Liter; der genaue Verbrauch pro Stunde hängt von Modell, Laufzeit, Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab. Bei einem typischen Industriewasserpreis von 2,00 €/m³ liegen die Wasserkosten pro Betriebstag im einstelligen Euro-Bereich. Das Wasser wird nicht chemisch verändert und verdunstet vollständig. Eventuelles Restwasser ist nicht mit Kältemitteln belastet.
Ja. Der Einsatz von ecoBreezer® kann auf Umweltziele im Rahmen eines Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 einzahlen, konkret auf die Reduktion von Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen sowie den Verzicht auf umweltgefährdende Stoffe (F-Gase). Ob und wie der Einsatz in eine bestehende Zertifizierung einfließt, hängt von den spezifischen Umweltzielen und der Systemgrenze des Unternehmens ab.