Rekordtemperaturen verlangen nach einer neuen Kühlplanung
41,8 Grad, Rekordnächte, überhitzte Hallen:
Der Sommer 2026 liefert gute Gründe, Kühlung für 2027 nicht erst im nächsten Mai zu planen.
Der Sommer 2026 war in Deutschland so heiß wie kaum ein anderer zuvor. Nach der vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdienstes lag die mittlere Temperatur bei 19,6°C. Damit war er der zweitwärmste Sommer seit Beginn der flächendeckenden Aufzeichnungen im Jahr 1881. Nur das Jahr 2003 lag mit 19,7°C noch minimal darüber. Was damit eigentlich thematisiert wird ist nicht der einzelne Rekordwert, sondern was sich durch diese Zahlen verändert hat. Heißt: Hitzeperioden beginnen früher, dauern länger und treffen Produktionshallen, Werkstätten und Lager über immer längere Zeiträume.
Für Unternehmen wird »Kühlung« damit zu einer echten technischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Frage. Denn wenn hohe Temperaturen bereits Produktionsabläufe, Arbeitsbedingungen oder Energiebedarf beeinflussen, reicht es nicht mehr, erst mit der nächsten Hitzewarnung nach einer Lösung zu suchen.
Die Bilanz des Sommers 2026 in Zahlen
Die DWD-Daten zeigen, wie außergewöhnlich der Sommer 2026 war:
- 19,6° C Sommermitteltemperatur – 3,3 Grad über der Referenzperiode 1961–1990
- 41,8° C am 27. Juni in Möckern-Drewitz – neuer deutscher Hitzerekord
- 41,3° C am 27. Juni in Bad Nauheim – neuer hessischer Temperaturrekord
- 29,4° C als nächtliches Minimum in Kubschütz – ebenfalls ein neuer Rekord
- im Deutschlandmittel rund 22 heiße Tage mit mindestens 30° C
- etwa fünf sehr heiße Tage mit mindestens 35° C
- rund 171 Liter Niederschlag pro Quadratmeter – nur knapp 72 Prozent des langjährigen Solls
- rund 779 Sonnenstunden – damit zählt 2026 zu den fünf sonnigsten Sommern seit Beginn der Sonnenscheinreihe 1951
Für Betriebe bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: Solche hohen Außentemperaturen treten nicht nur häufiger auf, sondern bedeuten auch zunehmend längere Belastungsphasen für die Mitarbeitenden. Das verändert die Anforderungen an die Kühlung von Arbeits- und Produktionsbereichen immens.
Eine Kühlsaison wird zukünftig länger andauern als der kalendarische Sommer
2026 setzte die außergewöhnliche Hitze bereits Anfang Juni ein. Für Verantwortliche in Produktion, Logistik und Gebäudemanagement ist das ein wichtiger Punkt: Die Kühlsaison beginnt früher und dauert länger als noch vor einigen Jahren.
Gerade in Produktions-, Lager- und Werkhallen addieren sich hier mehrere Faktoren: Große Raumvolumina, Sonneneinstrahlung über Dach- und Fassadenflächen, Maschinen und Prozesse, interne Wärmequellen oder regelmäßig geöffnete Tore. Die tatsächliche und die gefühlte Belastung kann dadurch extrem sein – auch dann, wenn nur ein Teil einer Halle gekühlt werden muss.
Was das für die Energiekosten bedeutet
Auch die Energiekosten gehören in diese Betrachtung. Laut BDEW lag der durchschnittliche Strompreis bei Lieferverträgen für kleine bis mittlere Industriebetriebe bisher ab einem Wert von 16 Cent pro Kilowattstunde. Damit bleibt der Energiebedarf ein wesentlicher Faktor bei der Wahl eines Kühlkonzeptes.
Der BDEW weist für industrielle Neuabschlüsse mit 160.000 bis 20 Mio. kWh Jahresverbrauch durchschnittlich 16,1 ct/kWh aus. Der tatsächliche Strompreis eines Betriebes kann je nach Verbrauch, Vertrag und Entlastungen deutlich abweichen.
Für Unternehmen stellt sich deshalb nicht nur die Frage, ob gekühlt werden soll, sondern wie. Eine Lösung muss zur Gebäudesituation und zum tatsächlichen Bedarf passen. Je größer das Raumvolumen und je länger die Hitzeperiode, desto stärker wirkt sich der Energiebedarf einer technischen Kühlung über die Saison aus. Betriebskosten / Kostenvergleich klassische Klimaanlage und Verdunstungskühlung
Wo Verdunstungskühlung ihre Stärken ausspielt
Bei großen Produktions-, Lager- und Werkhallen kann eine klassische Vollklimatisierung technisch und wirtschaftlich überdimensioniert aufwendig sein. Besonders dort, wo große Raumvolumina bestehen, Tore regelmäßig geöffnet werden oder gezielt bestimmte Arbeits- und Produktionsbereiche gekühlt werden sollen, lohnt sich deshalb der Blick auf alternative Kühlprinzipien.
ecoBreezer® nutzt das Prinzip der adiabatischen Verdunstungskühlung: Durch die Verdunstung von Wasser wird Außenluft abgekühlt und anschließend in den jeweiligen Bereich eingebracht. Das Verfahren arbeitet ohne klassische Kältemittel.
Eine der Stärken der Verdunstungskühlung liegt darin, dass sie sich gezielt auf unterschiedliche Betriebs- und Nutzungssituationen auslegen lässt. Entscheidend sind Hallengröße, Raumhöhe, Luftführung, vorhandene Wärmequellen sowie Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Je nach Bedarf können große Flächen oder gezielt einzelne Arbeitsbereiche gekühlt werden. So funktioniert Verdunstungskühlung
Hitzeschutz in Innenräumen: Die politische Diskussion nimmt zu
Auch der politische Umgang mit Hitze(schutz) am Arbeitsplatz entwickelt sich weiter. In Österreich gilt bereits seit dem 1. Januar 2026 eine Hitzeschutzverordnung für Tätigkeiten im Freien; geschlossene Arbeitsräume sind von ihrem allgemeinen Geltungsbereich allerdings noch nicht erfasst.
In Deutschland beriet der Bundestag im Juni 2026 mehrere Anträge zum Hitzeschutz. Die Fraktion Die Linke forderte in ihrem Antrag unter anderem eine Überarbeitung der Arbeitsstättenverordnung, um auch Beschäftigte in Innenräumen bei extremer Hitze stärker zu schützen. Die Anträge wurden zur weiteren Beratung an die zuständigen Ausschüsse überwiesen. Eine neue allgemeine gesetzliche Regelung für Innenräume ist – Stand September 2026 –daraus bislang nicht hervorgegangen.
📌 Für Unternehmen bleibt deshalb die praktische Frage wichtiger als das Warten auf mögliche neue Vorgaben: Wie lassen sich Arbeits- und Produktionsbereiche so vorbereiten, dass hohe Temperaturen nicht jedes Jahr erneut zum akuten Problem werden?
Hallenkühlung 2027: Jetzt ist der richtige Planungszeitpunkt
Wer die Kühlsaison 2027 sinnvoll vorbereiten will, sollte den Bedarf nicht erst mit der ersten Wetterwarnung prüfen. Gerade die kühleren Monate bieten Zeit, die Situation bei sich vor Ort sauber zu bewerten und technische wie wirtschaftliche Optionen zu vergleichen.
Dazu gehören Fragen wie:
- Welche Hallen- oder Arbeitsbereiche sind besonders hitzebelastet?
- Wo halten sich Mitarbeitende dauerhaft oder über längere Zeit auf?
- Welche Raumvolumina, Wärmequellen und Luftwege müssen berücksichtigt werden?
- Soll eine gesamte Halle oder gezielt ein Arbeitsbereich gekühlt werden?
- Welche Kühlleistung und Geräteanzahl ist realistisch?
- Welches Budget soll für die Saison 2027 eingeplant werden?
Fazit
Vorbereitung statt Reaktion. Wer bereits jetzt prüft, welche Bereiche gekühlt werden müssen und welches technische Prinzip zur eigenen Situation passt, kann Entscheidungen für 2027 fundierter treffen, Budgets besser planen und unter Zeitdruck vermeiden, irgendeine Lösung beschaffen zu müssen. Genau dafür sind Herbst und Winter der bessere Zeitpunkt als mitten in der nächsten Hitzeperiode.
Sie möchten einschätzen, ob Verdunstungskühlung für Ihre Halle, Werkstatt oder Ihren Produktionsbereich sinnvoll ist? Wir unterstützen Sie dabei, Einsatzbereich, Gerätebedarf und technische Möglichkeiten frühzeitig zu klären.

Schicken Sie uns eine Nachricht an info@ecobreezer.de und lassen Sie sich unverbindlich beraten.
Oder suchen Sie sich einen ecoBreezer® für Ihre passenden Bedarfe einfach direkt in unserem Shop aus
FAQs
Ja. Nach der vorläufigen Sommerbilanz des Deutschen Wetterdienstes vom 31. August 2026 lag die Mitteltemperatur bei 19,6° C. Damit war der Sommer 2026 der zweitwärmste seit Beginn der flächendeckenden Aufzeichnungen 1881. Nur das Jahr 2003 lag mit 19,7° C geringfügig darüber.
Am 27. Juni 2026 wurden in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt 41,8° C gemessen – ein neuer deutscher Temperaturrekord. In der Nacht zum 28. Juni sank die Temperatur in Kubschütz in Sachsen nicht unter 29,4° C. Das war das höchste bislang in Deutschland gemessene nächtliche Minimum.
Weil die Daten zeigen, dass sehr hohe Temperaturen über längere Zeiträume auftreten können und die betriebliche Kühlung damit planungsrelevant wird. Besonders Produktionshallen, Werkstätten und Lager verbinden große Raumvolumina häufig mit internen Wärmequellen und wechselnden Luftverhältnissen.
Das hängt von Hallengröße, Nutzung, Luftführung, Wärmequellen und den gewünschten Kühlbereichen ab. Verdunstungskühlung kann besonders dort interessant sein, wo große Raumvolumen bestehen, Tore regelmäßig geöffnet werden oder gezielt einzelne Arbeitsbereiche gekühlt werden sollen. Eine Prüfung der konkreten Bedingungen ist sinnvoll.
Idealerweise deutlich vor Beginn der nächsten Hitzesaison. In den kühleren Monaten lassen sich Kühlbedarf, Einsatzbereiche, technische Anforderungen, Gerätezahl und Budget ohne akuten Zeitdruck prüfen und vorbereiten.
Als Orientierungswert können Unternehmen 2026 mit rund 16 Cent pro Kilowattstunde rechnen. Für industrielle Neuabschlüsse mit einem Jahresverbrauch von 160.000 bis 20 Millionen kWh weist der BDEW durchschnittlich 16,1 ct/kWh aus.
Der tatsächliche Strompreis eines Betriebes hängt unter anderem von Verbrauch, Vertrag, Netzebene und möglichen Entlastungen ab. Für die Wirtschaftlichkeit einer Kühlung ist deshalb nicht allein der Strompreis entscheidend, sondern vor allem der elektrische Energiebedarf des eingesetzten Kühlsystems über die gesamte Betriebszeit.