ecoBreezer® 300M im Praxiseinsatz bei QiTech GmbH
Mobile Kühlung trifft Kreislaufwirtschaft: ecoBreezer® bei QiTech GmbH in Darmstadt
Der Sommer kam pünktlich … der Verdunstungskühler auch
Der Sommer 2026 hat früh angefangen und in Produktionshallen macht sich das ziemlich schnell bemerkbar. Am 21. Juni war offizieller Sommeranfang, aber die Temperaturen haben sich dieses Jahr einfach nicht an den Kalender gehalten.
Für Unternehmen, die in Gebäuden mit hoher Eigenerwärmung arbeiten – Maschinen, Prozesswärme, schlechte Querlüftung, schlechte Dämmung – ist das ein echtes Arbeitsproblem.
Bei QiTech GmbH in Darmstadt während der Hitzewelle im Juni ein ecoBreezer® 300M zum Einsatz. Christopher Schadt, Geschäftsführer von ecoBreezer®, und Milan von dem Bussche, CEO von QiTech, begleiteten den Termin gemeinsam vor Ort. So wurde aus der Geräteaufstellung zugleich ein praktischer Austausch zweier junger technologieorientierter Unternehmen – direkt in der Produktionshalle und nah an der Anwendung.
Vom Kunststoffabfall zum 3D-Druck-Filament: QiTech in Darmstadt
Die QiTech GmbH ist ein Spin-off der TU Darmstadt und entwickelt Maschinen, mit denen Unternehmen ihren Kunststoffabfall direkt vor Ort zu recyceltem 3D-Druck-Filament verarbeiten können. Aus Material, das sonst entsorgt oder extern recycelt werden müsste, entsteht ein neuer Rohstoff – nutzbar für die eigene Produktion oder als marktfähiges Produkt.
Bekannt wurde QiTech unter anderem durch den KfW Award, Beiträge in der Tagesschau und bei Galileo sowie durch den eigenen YouTube-Kanal. Dort zeigt das Team den Unternehmensalltag ohne große Inszenierung: Maschinenbau, Tests, Entwicklung, Rückschläge und Fortschritte – direkt aus der Werkhalle.
Gemeinsamer Nenner: weniger Verbrauch, mehr Nutzen
Es gibt Kooperationen, die vor allem auf dem Papier gut aussehen. Diese hier passt, weil beide Unternehmen an konkreten technischen Lösungen arbeiten, die Ressourcen schonen und im Alltag funktionieren.
QiTech macht Kunststoffabfall wieder nutzbar. ecoBreezer® kühlt ohne Kältemittel und mit deutlich geringerem Energieverbrauch als klassische Klimatisierung. Recyceltes Filament statt Neuplastik. Verdunstungskühlung statt Kompressorkälte. Zwei unterschiedliche Anwendungen, aber ein ähnlicher Anspruch: Technik soll ein echtes Problem lösen, sparsam mit Ressourcen umgehen und einfach einsetzbar sein.
Hitze in der Halle: wenn »Lüften« nicht mehr reicht
In Produktionshallen entsteht Wärme nicht nur durch das Wetter. Maschinen laufen, Material wird verarbeitet, Prozesse erzeugen zusätzliche Abwärme. Wenn dann noch wenig Querlüftung möglich ist, steigt die Temperatur schnell auf ein Niveau, das Konzentration, Leistungsfähigkeit und Arbeitsqualität spürbar beeinträchtigen kann.
Die ASR A3.5 sieht 26° C als wichtigen Schwellenwert für Arbeitsräume vor. Bei höheren Temperaturen sind Arbeitgeber gefordert, geeignete Maßnahmen zu prüfen und je nach Temperatur wirksam umzusetzen. Gerade in Industriehallen ist das oft nicht mit einfachem Fensteröffnen erledigt.
Hier zeigt sich, ob mobile Kühlung im Alltag funktioniert: Nicht auf dem Datenblatt, sondern zwischen Maschinen, Material, Mitarbeitenden und laufenden Prozessen. Genau für solche Situationen wurde der ecoBreezer® entwickelt.
Mobile Kühlung als Teil des Arbeitsschutzes
Hitze in Produktionshallen ist nicht nur eine Frage des Komforts. Steigende Raumtemperaturen können Konzentration, Belastbarkeit und Arbeitsqualität beeinträchtigen – und werden damit auch zum Thema für den Arbeitsschutz.
Die Arbeitsstättenverordnung und die ASR A3.5 geben dafür den Rahmen vor: Arbeitgeber müssen für gesundheitlich zuträgliche Raumtemperaturen sorgen und bei hohen Temperaturen geeignete Maßnahmen prüfen beziehungsweise umsetzen. Was das konkret bedeutet, welche Richtwerte gelten und welche Maßnahmen sinnvoll sind, erklären wir auf unserer Seite Arbeitssicherheit bei Hitze ausführlich. Die BAuA beschreibt für die ASR A3.5 ein Stufenmodell mit 26° C, 30° C und 35° C; ab mehr als 30° C müssen wirksame Maßnahmen ergriffen werden, über 35° C ist ein Raum ohne besondere Schutzmaßnahmen als Arbeitsraum ungeeignet.
Ein mobiler Verdunstungskühler kann genau dort eingesetzt werden, wo Kühlung gebraucht wird: in Arbeitsbereichen, an Maschinen, in Produktionszonen oder in Hallenabschnitten mit hoher Wärmelast. Ohne feste Installation, ohne bauliche Eingriffe und ohne aufwendige Umbaumaßnahmen. Für Produktionsbetriebe, die flexibel auf Hitzeperioden reagieren müssen, ist das eine praktische und schnell umsetzbare Option.
📌 Ein Blick hinter die Kulissen
Christopher Schadt und Milan von dem Bussche zeigen im Video, wie der mobile Verdunstungskühler angeliefert, positioniert und angeschlossen wird – direkt in der Produktionshalle. Schauen Sie einfach mal rein. QiTech | Start-Up 3D-Druck & ecoBreezer® | Verdunstungskühler

ecoBreezer 300M: technische Eckdaten
- Luftdurchsatz: 32.000 m³/h
- Energieverbrauch: 960 Watt
- Wassertank: 180 Liter
- Kühlung: adiabat (kein Kältemittel, keine F-Gase)
- Steuerung: stufenloser Inverter-Motor
- Einsatz: Hallen, Produktionsräume, Lager, Veranstaltungen
Häufige Fragen
⌾ Wie viel Strom verbraucht der ecoBreezer® 300M?
Der ecoBreezer® 300M arbeitet mit einer Leistung von 960 Watt und einem Luftdurchsatz von 32.000 m³/h. Damit eignet er sich für Betriebe, die Hallenbereiche mobil kühlen möchten, ohne eine fest installierte Klimaanlage einzusetzen.
Im Vergleich zu klassischen Klimaanlagen arbeitet Verdunstungskühlung ohne Kompressor und ohne Kältemittel. Das kann die laufenden Energiekosten deutlich reduzieren – abhängig von Einsatzdauer, Hallensiuation und gewählter Alternative.
Mehr dazu finden Sie auf der Seite Betriebskosten senken durch mobile Kühlung.
⌾ Ist Verdunstungskühlung in Produktionshallen mit Maschinenabwärme sinnvoll?
Ja, besonders in Bereichen, in denen sich Wärme über den Arbeitstag aufbaut. Maschinen, Prozesswärme und eingeschränkte Querlüftung können die Hallentemperatur kontinuierlich erhöhen. Ein mobiler Verdunstungskühler bringt gekühlte Luft dorthin, wo gearbeitet wird, und unterstützt gleichzeitig den Luftaustausch.
Die Wirkung hängt von den Bedingungen vor Ort ab. Je trockener die Umgebungsluft, desto stärker kann der Kühleffekt ausfallen. Deshalb sollte der Einsatz immer anhand von Hallengeometrie, Luftfeuchte, Wärmequellen und Arbeitsbereichen geplant werden.
⌾ Was haben QiTech und ecoBreezer® gemeinsam?
QiTech GmbH und ecoBreezer® arbeiten in unterschiedlichen Bereichen, verfolgen aber einen ähnlichen technischen Ansatz: Ressourcen sinnvoller nutzen, Verbrauch reduzieren und praktische Lösungen für reale Arbeitsumgebungen schaffen.
QiTech macht Kunststoffabfall wieder nutzbar und verarbeitet ihn zu recyceltem 3D-Druck-Filament. ecoBreezer® kühlt ohne Kältemittel und ohne klassische Kompressortechnik. Zwei verschiedene Anwendungen, aber ein gemeinsamer Nenner: Technik soll ein konkretes Problem lösen, effizient funktionieren und im Alltag einsetzbar sein.

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